35 Jahre TGZ Ilmenau - Kreativität und Unternehmertum
Das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Ilmenau feierte sein 35-jähriges Bestehen – ein besonderer Anlass, um auf eine erfolgreiche Geschichte zurückzublicken und zugleich den Blick in die Zukunft zu richten. Unter dem Motto „Kreativität und Unternehmertum“ kamen mehr als 100 Gäste zusammen, um dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern.
Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Unternehmer, Wegbegleiter sowie Menschen, die die Entwicklung des TGZ über viele Jahre begleitet und unterstützt haben. Besonders schön war auch das Wiedersehen mit ehemaligen Gründerinnen und Gründern, deren unternehmerischer Weg einst im TGZ begann. Ihre Geschichten zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung ein Umfeld hat, das jungen Unternehmen Raum für Ideen, Entwicklung und Wachstum bietet.
Das Jubiläum bot aber nicht nur Gelegenheit für Gespräche über wirtschaftliche Entwicklungen, Unternehmensgründungen und Zukunftsperspektiven. Passend zum Motto „Kreativität und Unternehmertum“ durfte ich die Veranstaltung mit einer Ausstellung meiner Bilder begleiten.
Für mich war es eine besondere Freude, meine Arbeiten in diesem Umfeld präsentieren zu können. Auf den ersten Blick scheinen Kunst und Unternehmertum vielleicht zwei unterschiedliche Welten zu sein. Doch bei genauerer Betrachtung haben sie vieles gemeinsam: Kreativität, Mut, Neugier und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Sowohl ein Kunstwerk als auch eine unternehmerische Idee beginnt häufig mit einer Vorstellung, deren Ergebnis am Anfang noch nicht feststeht. Es braucht den Mut, diese Idee weiterzuentwickeln, auszuprobieren und schließlich sichtbar werden zu lassen.
Die ausgestellten Bilder boten damit einen zusätzlichen, künstlerischen Blick auf das Jubiläum. Zwischen Gesprächen, Begegnungen und Erinnerungen an 35 Jahre TGZ entstand Raum, um innezuhalten, die Werke zu betrachten und sich über Kunst und Kreativität auszutauschen. Die vielen Gespräche und Reaktionen der Gäste auf meine Bilder haben mich besonders gefreut.
35 Jahre TGZ Ilmenau stehen für zahlreiche Gründungen, unternehmerischen Mut und viele Menschen, die ihre Ideen verwirklicht haben. Die Jubiläumsveranstaltung zeigte zugleich, dass Kreativität und Unternehmertum eng miteinander verbunden sind – denn Neues entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, aus Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.
Ein besonderer Moment: Laudatio meines Lehrmeisters
Ein ganz besonderer und bewegender Moment während der Ausstellung war die Laudatio meines Lehrmeisters, Herrn Wawryk. Von ihm habe ich auf meinem künstlerischen Weg viel gelernt und wertvolle Anregungen erhalten. Umso größer waren meine Freude und auch mein Stolz, dass gerade er an diesem besonderen Abend die würdigenden Worte zu meiner Ausstellung sprach. Seine persönliche Sicht auf meine Arbeiten, meine Entwicklung und meinen eigenen künstlerischen Weg hat mich sehr berührt. Es war ein Moment, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird – und für den ich Herrn Wawryk von Herzen danke.
Laudatio anlässlich der Ausstellung von Herrn John, Ilmenau
Am 26.08.2026
Sehr geehrte Damen und Herren, Herr John hat mich gebeten, ein paar Sätze zur altmeisterlichen Malkunst zu sagen. – Sie werden gleich verstehen, weshalb. Wie viele wissen und wie Sie hier schon sehen konnten, war Herr John die letzten Jahre eher der abstrakteren Malkunst zugewandt und schuf dabei leuchtende, effektvolle großformatige Bilder.
Bei meiner Gemälde-Ausstellung im Herbst 2023 im Kunstschutzkeller in Arnstadt sind wir uns zum ersten Mal begegnet und er war von meiner altmeisterliche Art zu malen sehr angetan und wollte wissen, ob es denn bei mir eine Möglichkeit gäbe, diese Maltechnik kennenzulernen und auszuprobieren.
Seit Januar 2024 sehen wir uns ziemlich regelmäßig zum Meisterkurs in meinem Atelier In Arnstadt, um die Geheimnisse dieser Malweise und die damit verbundenen Techniken zu erkunden.
Was versteht man eigentlich unter altmeisterlicher Malerei? Sie ist eine historische und mehrschichtige Maltechnik der alten Meister aus dem 14. – 18. Jhdt. hier in Mitteleuropa von Holland bis nach Italien. Sie zeichnet sich durch Untermalung, Lasuren und eine hohe Leuchtkraft aus. Man verwendet dazu diverse Farbpigmente oder Ölfarben, die anteilig aus Baumharzen, Ölen und Terpentine zu einer Farblasur vermischt werden. Nach Fertigstellung des Gemäldes wird die Bildfläche 1 – 2 mal mit einer dünnen Firnisschicht überzogen. Seit seinem erfolgreichen Einstieg in diese Technik sucht Herr John zu seinen Bildern immer neue Motivelemente, die in die Bilder integriert als auch thematisiert werden können. So entstand nun eine Symbiose zwischen der abstrakten und der altmeisterlichen Malkunst.
Für mich ist die altmeisterlichen Maltechnik die Königsklasse in der Malerei, die auch „Der geniale Leonardo da Vinci“ in seinem Buch >>Das Traktat von der Malerei << beschrieben hat. Er schreibt hier: Sie ist eine universelle Wissenschaft, die die Natur abbilden kann. Sie erfordert die höchste geistige Leistung, um Dreidimensionalität, Licht, Schatten und Farben, auf einer flachen Oberfläche zu erzeugen.
Hier, bei den Bildern von Herrn John ist die Dreidimensionalität bei den figürlichen Details nicht zu übersehen.
Ihnen Herr John wünsche ich weiterhin gute Ideen, viel Leidenschaft und Enthusiasmus für die Malerei.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Vergnügen bei der Betrachtung der Bildwerke.
Heinrich Wawryk




































